Wir gehen baden, damit der Norden nicht absäuft!

Hamburg, 10. Februar 2026,

auf zwei Großdemonstrationen in Hamburg und in Saarbrücken haben die Kolleginnen und Kollegen aus dem Norden und dem Südwesten Deutschlands am 10. Februar 2026 gefordert, dass die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) endlich ein verhandlungsfähiges Angebot unterbreitet. Viele tausend Beschäftigte sowie Beamtinnen und Beamte aus Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Bremen, Brandenburg und dem Saarland demonstrierten für ihre berechtigten Forderungen in der Einkommensrunde. Die geplant letzte Verhandlungsrunde beginnt am 11. Februar 2026 in Potsdam.

Hamburg am 10. Februar 2026

Unter dem Motto „Wir gehen baden, damit der Norden nicht absäuft!“ stand der Protest des dbb Nordverbunds in Hamburg. Mehr als 2.200 Beschäftigte sowie Beamtinnen und Beamte aus allen norddeutschen Bundesländern sowie aus Brandenburg versammelten sich am Elbufer. Zur Unterstreichung ihres Protests sprangen einige Kolleginnen und Kollegen ins kalte Hafenbecken. „Stellen wir uns einmal vor, es gäbe keinen öffentlichen Dienst“, erläuterte dbb-Vize Andreas Hemsing. „Keine Lehrkräfte würden Bildung vermitteln. Keine Polizei würde für Sicherheit sorgen. Und keine Pflegekräfte würden für die Menschen da sein. Dieses Gedankenspiel macht klar: Ohne uns geht es nicht! Wir stehen vor enormen Herausforderungen. Wir brauchen gute Leute mehr denn je – und die gibt es nur für gutes Geld.“

„Zehntausende Stellen bleiben unbesetzt, weil die Bezahlung gegenüber Bund, Kommunen und Privatwirtschaft deutlich zurückfällt, bei gleichzeitig weniger Urlaubstagen und fehlenden stufengleichen Aufstiegen,“ ergänzte Thomas Treff, Vorsitzender des dbb hamburg. „Trotz der damit verbundenen Gefahren für unsere Funktionsfähigkeit und damit letztendlich auch für unser demokratisches Gemeinwesen, ist dieses Thema bislang nicht im Fokus der Arbeitgeber.

Mit unserer besonderen Aktion wollen wir erreichen, dass sich das jetzt endlich ändert und wir in der nächsten Verhandlungsrunde zu einem guten Abschluss kommen“, so Thomas Treff abschließend.

Kai Tellkamp, Vorsitzender des dbb schleswig-holstein, forderte vor den Demonstrierenden die systemgerechte und zeitgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamtinnen, Beamten, Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger der Länder und Kommunen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert